Ich finde das Thema verdient einen eigenen Beitrag. Sieben Wochen unterwegs mit der Familie, eine ganz schöne Herausforderung, dass jeder immer halbwegs satt ist und etwas findet, das ihm schmeckt. Der Camper-Teil der Reise war sicherlich eine große Erleichterung, weil wir immer mal eben schnell noch ein paar Brote machen konnten oder einen Joghurt aus dem Kühlschrank holen konnten, oder ein Eis, oder eine Wurst oder Gurken, oder oder oder. Sandwiches haben wir viele gegessen, genau wie Bagel – und freuen uns nun auf “richtiges” Brot. Frischkäse und Blaubeeren haben wir in unglaublichen Mengen vertilgt, genau wie Tortillas in verschiedensten Formen und Taco Chips. Emil hat zahllose Burritos verputzt in dieser Zeit. Wir haben diverse seltsame Frühstücksflocken probiert (Gorillapops, Koaladings, Oreo-pops, Fruit Loops…). Und genauso komische Bonbons (Skittles in diversen Varianten, Nerds, Luftschokolade). Zu Jaspers Leidwesen gab es auch einmal McDo Fastfood (und dann war sein Burger auch noch nur halb so groß wie auf der Anzeigetafel). Tim Hortons haben wir als effiziente Art, alle satt und zufrieden durch lange Fahrt-Etappen zu kriegen, entdeckt, dort hatte jeder sein Lieblingsessen und es war immerhin kanadisches Fastfood (und eine gute Ausrede für mich noch einen Iced Latte zu bekommen). Aber wir haben auch richtig gut gegessen, zum Beispiel in Montreal, auf der Dachterrasse von Sylvain und Denis, oder in Seattle mit Claudia am Jachthafen und am Lake Union. Vor allem auch in Vancouver, wo neben unserem Hotel im Westend unzählige Restaurants waren, so dass es fast schwierig war sich zu entscheiden. Die kleinsten Portionen gab es im Craft Beer Market in Toronto, wo die Kinderportionen nichtmal als Appetizer hätten gelten dürfen, die größten Portionen hatten wir bei IHOP in Chiliwack, wo das Essen noch fürs Frühstück am nächsten Morgen und als Zwischenmahlzeit gereicht hat. Dort hätten die Kinderportionen auch locker für die Großen gereicht. Das beste Essen gab es: Im Fischrestaurant Chinook’s at Salmon Bay (Jasper), bei Sushi Aboard (Emil & Linus), bei TreViet in Vancouver (Stephan & Dani). Mein persönliches Highlight war auch ein frischer, noch warmer Apple Fritter in Toronto am St. Lawrence Market. Stephan hat diverse Zubereitungen von Lachs und Beef Jerky probiert. Was uns am allermeisten gefehlt hat, war BBQ, nachdem wir lange keine Feuer machen durften und uns danach nie sicher waren, ob wir das denn am nächsten Campground dürfen, haben wir nie so richtig angefangen zu grillen, was sehr schade ist. Dafür wissen wir jetzt, dass Kartoffeln aus der Mikrowelle durchaus lecker sind und die Kinder haben sich noch nie so über Kartoffeln mit Schmand und Käse gefreut. Ganz praktisch, mal auf ganz einfaches Essen umzustellen. Auf unsere Küche (mit Stephan am Herd) und unseren Grill (mit Stephan als Grillmeister) freuen wir uns dennoch alle jetzt. Vorher hatten wir nochmal richtig amerikanisches Frühstück im “Great American Diner” und nun bekocht uns noch die Lufthansa.




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