Seattle – Teil 1

An einem sehr verregneten Tag fahren wir vom Okanagan Lake über die Grenze nach USA. Die Strecke wäre vermutlich sogar sehr schön gewesen, leider sehen wir die meiste Zeit nichts und fahren direkt unter oder in den Wolken oder in dichtem Regen. Der hört auch jenseits der Grenze nicht auf uns wir fahren durch dichten Regenwald (haha) in den Larrabee State Park auf einen eigentlich sehr schönen Campground. Am Morgen hat dann das Wetter ein Einsehen und wir bekommen doch noch einen Blick auf den Pazifik. Der Park erinnert uns etwas a den Pacific Rim Regenwald, wieder endlos hohe Bäume und ganz viel Grün und dahinter das Meer. Die Sicht ist etwas eingeschränkt aber es riecht wieder wunderbar nach Meer. Weiter geht es nach Seattle, wir fahren noch eine Weile durch den Park auf einer schön gewundenen Straße zwischen den Bäumen.

Seattle begrüßt uns zum Glück mit besserem Wetter und Stephan und die Kinder können bei Sonnenschein die Flieger im Museum of Flight besichtigen. Den Bericht hierüber überlasse ich mal den Experten.

Mit dem Camper um Seattle drumherum zu fahren ist aufregend genug und wir sind froh, dass unser Campground nicht in Stadtnähe sondern bei Bainbridge Island ist. Von dort kommen wir mit einer schönen Fährfahrt direkt a die Waterfront von Seattle und haben die beste Aussicht auf die Skyline. Wie in Vancouver gibt es hier viel Wasser. Mit den Bergen haben wir etwas weniger Glück, dafür sind immer noch zu viele Wolken am Himmel, die dann die Sicht in die Ferne versperren.

In Seattle haben wir den Luxus einer Stadtführerin – wir treffen Claudia, die uns am Fähranleger von West Seattle begrüßt und uns in den nächsten Tagen die Stadt zeigt. Linus würde jetzt sagen “Das Leben ist schön”. Und so ist das Leben hier auch, ein langer Weg am Wasser führt uns zum Alki Beach, mit tollem Blick auf Seattle und auch auf die gegenüberliegende Küste und gar nicht weit entfernt von der Stadt. Wale sehen wir leider nicht, finden es aber unglaublich, dass man von hier manchmal Wale sehen kann. West Seattle ist unglaublich schön, von jeder Querstraße kann man zum Meer runterblicken, in einer Strasse steht ein Schild “Free Sunset”, das beschreibt es ganz gut. Ausserdem gibt es viele kleine Läden, man ist irgendwie in der Stadt aber viel ruhiger.

Der nächste Stop führt uns zu den Ballard Locks, hier wechseln Lachse und Boote vom Lake Union und Lake Washington zum Meer (Puget Sound) und zurück. Gerade sind die Lachse auf dem Weg zu den Seen und wir können sie an der Lachstreppe durch Fensterscheiben beobachten. Irgendwie sind wir versucht sie anzufeuern. Eine leckere Alternative wäre aber auch sie zu fangen….das denken sich auch die Seehunde, die im Becken der Schleuse auf die Lachse warten. Eigentlich fies, aber irgendwie auch nett, weil wir so auch jede Menge Seehunde beobachten können. Auch die Schleusen selber sind spannend, es ist gut was los und wir können Schiffe in beide Richtung wechseln sehen. Im Hintergrund gibt es dann noch eine Bahnstrecke mit Hebebrücke – jetzt fehlen eigentlich nur noch die Wasserflieger, oder?

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