Werden wir nun Camper?

Werden wir nun Camper?

Eine interessante Frage, die in den letzten Wochen immer wieder aufkommt. An einem Tag planen die Kinder schon wie sie einen Campingbus (also einen richtigen Bus, mit eigenem Auto hinten angehängt) finanzieren, oder ob nicht jeder in der Familie seinen eigenen Bus bräuchte. Dann wiederum freuen sich alle auf ihr Bett zu Hause, die einen, weil ihr Bett hier zu kurz oder zu schmal ist, die anderen, weil das Bett zu Hause nicht wackelt (das Highlight hier ist immer wenn der Camper noch auf die Ausgleichblöcke gestellt werden muss und Jasper sich in seinem Bett herumwirft um einzuschlafen). Die Dusche im Camper ist auch beeindruckend, allerdings echt nur zur einmaligen Nutzung aus Jux geeignet und unsere Dusche zu Hause ist schon sehr schön und groß. Manche Campingplätze sind toll, andere eher so, dass man sich schon aufs Weiterfahren freut. Parken ist und bleibt eine Herausforderung und “mal eben schnell” und unsere Räder vermissen wir doch sehr. Aber alles immer dabei haben ist und bleibt fantastisch. Wir ertappen uns mehrfach dabei, dass wir an einem See vorbeifahren und einer überlegt, ob wir denn das Badezeug eingepackt haben. Der Witz wird auch nicht alt und wir fallen regelmäßig drauf rein. Nicht Taschen packen müssen ist jedenfalls ein großer Vorteil im Vergleich zum ersten Teil unserer Kanadareise, als wir noch im Auto unterwegs waren. Einer tankt, die anderen essen schnell mal ein Eis, der Kühlschrank ist ja immer dabei. Und man weiss, in welchem Bett man abends schläft, auch wenn es wackelt. Wir haben viel Glück mit dem Wetter und sind eigentlich fast immer draußen, auch das ist unschlagbar. Wir haben ja noch eine Woche, und viele Kilometer um weiter darüber nachzudenken. Am Ende der Reise werden sich alle auf den Komfort unseres Hauses freuen, aber ich bin mir sicher, dass in ein paar Wochen spätestens alle wehmütig an wackelnde Betten und Lagerfeuer zurückdenken werden.

Nachtrag: Die Frage wurde abends noch beim Essen mit den Kinder diskutiert.

Emil: Vielleicht. Die Fahrerei nervt allerdings.

Jasper: Nur, wenn wir einen großen Bus kriegen. Mit großen Fenstern an beiden Seiten. Aber eigentlich ist ein Urlaub in einem Ferienhaus immer am gleichen Ort auch schön.

Linus: Ja!

20/08/25 Gerade haben wir den Camper abgegeben, die Frage stellt sich also nochmal, ob wir so ein Abenteuer nochmal wagen würden? Auf die Frage, was das Beste am Camper war: Dass wir immer alles dabei hatten (Emil), dass man mit dem Kopf auf dem Tisch fahren schlafen konnte während der Fahrt (Jasper), Aufwachen und Frühstücken mitten in der Natur (Stephan), immer draußen sein und an vielen verschiedenen Plätzen sein (Dani), Alles ! (Linus)

Ein witziger Nachtrag: Nachdem wir uns vom Camper getrennt haben, ziehen wir in ein nettes Apartment im Times Square Hotel und das löst euphorische Reaktionen bei den Kindern aus: Wow, soviel Platz! Eine richtige Küche! Ein Geschirrspüler! Eine Dusche, mit Warmwasser, ohne Münzautomat! So viele Zimmer! Frische Betten! WIFI! Ein paar Dinge haben wohl doch gefehlt? Allerdings fragt tagelang noch immer jemand, ob denn auch der Kühlschrank gesichert sei, oder die Wasserpumpe angeschaltet, der Slide-out ausgefahren, die Parkbremse angezogen, hihi.

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