
Wir fahren den berühmten Icefields Parkway. Ich gebe zu, ich konnte bislang nicht verstehen, dass man eine Straße fährt, nur um sie zu fahren. Straßen sind der Weg zum Ziel, aber mehr nicht, oder? Heute ändere ich meine Meinung. Wir fahren morgens in Jasper los. Da der Familien-Photograph freie Hand braucht, habe ich die Ehre hier zu fahren. Und alle, die mich besser kennen, werden verstehen wie ungewöhnlich es ist, dass ich jetzt schreibe: Es hat richtig viel Spaß gemacht, heute diese Strecke zu fahren, vor allem mit dem Camper. Es fehlen die richtigen Worte, um die Fahrt zu beschreiben, es gibt von Allem den Superlativ: riesige Berge, wunderschöne Seen, beeindruckende Flüsse, majestätische Gletscher, die ganze Farbpalette von Grün und so weiter. Wir fühlen uns die meiste Zeit sehr sehr klein und unbedeutend. Zum Glück verteilen sich die Touristenmengen über den Highway und man kann immer wieder einfach spontan halten, schauen und Bilder machen. Wir können also in unserem Tempo reisen und auch das ist ein tolles, freies Gefühl. Diese Nacht haben wir den Silverhorn Creek Campground reserviert, der auf dem Parkway liegt und damit sind wir fernab von fast allen und allem. Es gibt den Creek, die Berge, ein paar andere Camper, uns, unser Lagerfeuer, die untergehende Sonne, den Vollmond. Was für ein Paradies. Morgens waschen Linus und ich unsere Gesichter im eiskalten Bach und schlendern über den Platz. Der zweite Teil der Reise auf dem Parkway ist insgesamt nicht weniger beeindruckend, aber es gibt mehr von den großen Touristenmagneten und daher auch mehr Menschen. Wir stoppen nur kurz am Peyto Lake und suchen uns dafür einen kleinere See zum Baden. Eigentlich schade, dass wir den Parkway nicht mehr zurück fahren.
























Tolle Bilder! Und schöne Erinnerungen an „damals“.
Gerhard
Schön, daß das schöne Erinnerungen angeregt!